Noch nie in meinem Leben habe ich einen Musiker kennengelernt, der mich gleichermaßen mit seinem Spiel, seinem Humor und seiner Menschlichkeit beeindruckt so wie Julian Rachlin.
Sein Spiel ist niemals beiläufig, nie Routine. Es geht vielmehr um seine Existenz.
Durch zahlreiche Begegnungen vertiefte sich unsere Freundschaft, wie auch zu Sophie Rachlin, und bereichert seit geraumer Zeit mein Leben. Ich erinnere mich gerne an seine zahlreichen spontanen Konzerte in der Wiener Broadway Piano Bar, wo er in einer Woche fünfzehn Mal Beethovens Violinkonzert zum Besten gab. Alle fünfzehn Interpretationen des oft gehörten Konzerts waren unvergleichlich spannend. Er gehört für mich zu jenen Interpreten, die einem Komponisten gleichgesetzt werden können, weil er ein Werk durch seinen Intellekt und durch sein Gefühl jedes Mal aufs Neue erfindet und neu definiert.
So bleibt er ganz nah an meinem Herzen und Vorfreude erfüllt mich vor jedem seiner Konzerte. Ich freue mich außerdem schon sehr, da er auch ein exzellenter Weinkenner und Gourmet ist, auf unser gemeinsames Essen nach seinem Konzert in Dürnstein.
Ihr Bela Koreny
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